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Video: Deutsche Hochschullehre –
Bestandsaufnahme einer Misere

HORIZONTE – Expertengespräche des Stifterverbandes:

Interview mit Heinz-Elmar Tenorth, ehem. Vizepräsident für Lehre und Studium an der Humboldt-Universität zu Berlin


Aus der Sicht eines der profilitiersten deutschen Bildungsexperten: das Studium als Initiation und was gute Lehre
bedeutet – echte Betreuung und Präsenz des Dozenten.


Heinz-Elmar Tenorth zum Thema Hochschullehre ...

  • Lehre hatte immer den Beigeschmack einer lästigen Nebenpflicht. Das gehört zur Tradition der Universität. Aber es wird allmählich besser.
  • Früher war Lehre nicht besser als heute. Früher fehlte das Bewusstsein für die schlechte Qualität der Lehre.
  • Der Beginn des Studiums ist für jeden Abiturienten ein radikaler Bruch. Zwischen den Fächern des Gymnasiums und den Disziplinen an der Universität gibt es keinerlei Kontinuität. Das verlangt eine eigene Initiation in das Fach.
  • Es hilft nichts, wenn die Professoren die Betreuung und Beratung an die Mitarbeiter delegieren und sie selbst nicht erreichbar sind.
  • Bei den Berufungsverfahren erwartet man jetzt wie selbstverständlich, dass die Lehrenden ein Lehrkonzept haben. Ich bin noch nicht so ganz optimistisch, ob die, die sich bei der Bewerbung engagiert zeigen, auch danach dauerhaft engagiert bleiben.
  • Es muss öffentlich sichtbar werden, welchen Wert die Qualität der Lehre hat.
  • Meine Erfahrung ist: Man muss alle Medien nutzen, aber alle Lehre beruht nur auf Interaktion, sonst taugt sie nichts.

Download des Videos (MOV, 147 MB)




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