Aktuelles
Die Jury hat in zwei Förderlinien vier Fachhochschulen und sechs
Universitäten ausgewählt.
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen
Studierende im Fokus der Exzellenz
Die Universität hat sich das Ziel gesetzt, spätestens in zehn Jahren mindestens
drei Viertel eines Anfängerjahrgangs zu einem erfolgreichen Studienabschluss
zu führen. Neben Orientierungs- und Unterstützungsangeboten in der Studien-
eingangsphase soll ein flächendeckendes und verpflichtendes self assessment
Studieninteressierten dabei helfen, eine fundierte Studienentscheidung zu
treffen. Kernelemente des Konzepts sind darüber hinaus das Undergraduate
Research Opportunities Programme (UROP), das Studierenden ab dem zwei-
ten Studienjahr die Durchführung eigener Forschungsprojekte ermöglicht,
sowie der Wettbewerb Exploratory Teaching Space, mit dem innovative
Lehr- und Lernformen generiert werden sollen.
Preisgeld: 1 Million Euro
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Universität Bielefeld
Wege zu einer neuen Lehr- und Studienkultur
Mit dem Konzept sollen das Engagement von Lehrenden für die konzeptionelle
Weiterentwicklung der Lehre gefördert und die Eigenständigkeit und Selbstver-
antwortung von Studierenden gestärkt werden. Beispielhafte Bausteine des
Konzepts sind das Programm "Forschungsnah lehren", das Nachwuchswissen-
schaftler dafür qualifiziert, Studierenden auf der Grundlage ihrer eigenen For-
schungsarbeit an typische Arbeits-, Denk- und Vorgehensweisen ihrer Disziplin/
Fächergruppe heranzuführen, sowie die Förderung des Peer Learning und Peer
Tutoring, das Studierende bei der Konzeption selbstorganisierter Studienini-
tiativen unterstützt.
Preisgeld: 1 Million Euro
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Hochschule Bremerhaven
Gut und gerne lehren
Kern des Konzepts ist ein Programm zur didaktischen Weiterqualifizierung der
Lehrenden durch selbstgesteuerte, kollegial durchgeführte Maßnahmen. Wesent-
licher Baustein sind Professionelle Lehr-/Lern-Gemeinschaften (PLG), Gruppen
von sechs bis zwölf Hochschullehrern, die sich dazu verpflichten, für ein Jahr
gemeinsam an einer selbst gewählten Problemstellung zu arbeiten. Die Ergeb-
nisse werden bei jährlichen, hochschulweiten Lehr-/Lern-Konferenzen vorgestellt.
Preisgeld: 500.000 Euro
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Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Windows for Higher Education
Leitgedanke des Konzepts ist es, zeitliche Freiräume und Gestaltungsspielräume
für Lehrende und Studierende zu schaffen. Jährlich werden drei Instructional
Development Awards (IDA) als Entwicklungspreise für die Neukonzeption von
Lehrveranstaltungen oder Studiengängen ausgelobt. Studierende können sich
zukünftig um den interdisziplinären und individuell gestaltbaren IndividualTrack
(IndiTrack) bewerben, ein zusätzliches Studienjahr zwischen dem zweiten und
dritten Studienjahr des Bachelorstudiums.
Preisgeld: 1 Million Euro
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Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg
Lehren lernen. Coaching der Lehrenden zur nachhaltigen Verbesserung
der Lehre
Allen neuberufenen Hochschullehrern wird zukünftig im ersten Jahr ein Coach an
die Seite gestellt, der durch Gespräche und Hospitationen in Lehrveranstaltungen
professionelle Unterstützung leistet. Das Coaching ist verpflichtend; die Hoch-
schullehrer erhalten während dieser Zeit eine Ermäßigung ihres Lehrdeputats.
Auf freiwilliger Basis wird darüber hinaus das Prinzip der kollegialen Hospita-
tion im Team unter professioneller Anleitung etabliert.
Preisgeld: 1 Million Euro
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Technische Universität Kaiserslautern
Innovative Konzepte in der Lehre mit den Studierenden als Partner
Mit einer Vielzahl von Projekten sollen die Qualität in Studium und Lehre weiter-
entwickelt, die Studienerfolgsquote gesteigert und die Attraktivität der Studien-
gänge gesteigert werden. Das 8-wöchige Pre-Bachelor-Programm beispielsweise
soll den Studienanfängern den Einstieg ins Studium erleichtern. Charakteristisch
für alle Maßnahmen ist die enge Abstimmung mit den Studierenden. Die Fach-
bereiche Elektro-/Informationstechnik, Informatik, Maschinenbau/Verfahrens-
technik und Mathematik haben sich verpflichtet, die Maßnahmen als Pilotfach-
bereiche durchzuführen. Für die Steuerung des Qualitätsprozesses wird ein
externer Beirat für Studium und Lehre eingerichtet.
Preisgeld: 1 Million Euro
Fachhochschule Köln
Educational Diversity
Angesichts der zunehmenden Heterogenität der Studierendenschaft hinsichtlich
Herkunft oder Wissensstand soll das Lehren und Lernen stärker individualisiert
und die Selbstlernkompetenz der Studierenden gefördert werden. Auf der Grund-
lage verschiedener diagnostischer Tests erhalten die Studierenden einen indivi-
duellen KOMpetenzPASS als Leitfaden für ihre Kompetenzentwicklung. Die Leh-
renden werden darin geschult, verschiedene Lerntypen und -strategien zu er-
kennen und in ihren Lehrveranstaltungen zu berücksichtigen. Abgerundet wird
das Konzept durch eine web-basierte Lerncommunity.
Preisgeld: 1 Million Euro
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Technische Universität München
Lehre im Fokus
Das umfassende Konzept enthält eine Vielzahl von Maßnahmen in einer Reihe
von Handlungsfeldern, die sich gleichermaßen an Lehrende wie Studierende
richten. In Berufungsverfahren müssen Bewerber ein Lehrportfolio vorlegen;
Studierende sprechen ein gewichtiges Wort bei Neuberufungen mit und können
für ihre Meinungsbildung Lehrveranstaltungen der Bewerber an deren Heimat-
universitäten besuchen. Um die Entwicklung innovativer Lehrkonzepte anzu-
reizen, werden Freisemester für die Lehre und eine finanzielle Förderung
ausgelobt. Reibungsverluste bei einem Studienfachwechsel werden künftig
durch besondere „Umsattlerprogramme“ abgemildert. Auch in den Entschei-
dungsstrukturen wird die Lehre stärker verankert: Neben dem Vorstand
Lehre, dem auch eine Studentin angehört, wird ein Parlament der Studien-
dekane etabliert.
Preisgeld: 1 Million Euro
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Universität Potsdam
Lehre und Studium an der Universität Potsdam – reflektiert, profiliert,
forschungsbasiert
Das Konzept zielt auf die Professionalisierung der Lehre und die Weiterentwick-
lung der Evaluationsinstrumente. In zielgruppenspezifischen Qualifizierungs-
angeboten für Doktoranden (Junior Teaching Professionals), Post-Docs und
Neuberufene (Senior Teaching Professionals) werden die Lehrenden zu einer
kompetenzorientierten und forschungsbasierten Lehre befähigt. Um die
Wirkungen und den Kompetenzzuwachs bei den Studierenden festzustellen,
werden in einem Online-Studierendenpanel Studienbiografien im Längs-
schnitt verfolgt.
Preisgeld: 1 Million Euro
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Fachhochschule Potsdam
Gestaltung von Lehre und Studium – Integration von Forschung,
Wissens- und Technologietransfer in die grundständige Lehre durch
Förderung von Interdisziplinarität und Flexibilität
Ziel des Konzepts ist insbesondere die Förderung von Interdisziplinarität im grund-
ständigen Studium. Umgesetzt wird diese Strategie durch die Implementierung
eines interdisziplinären Studientages: An einem Tag in jeder Woche der Vorle-
sungszeit werden in fachbereichsübergreifenden Lehrveranstaltungen aktuelle
Fragen aus der Forschung thematisiert. Darüber hinaus können Bachelorstu-
dierende in einer Sommerakademie an konkreten Forschungsprojekten im
Team mit Professoren und Masterstudierenden mitarbeiten.
Preisgeld: 700.000 Euro
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Die Regularien des Wettbewerbs sehen vor, dass sich das Preisgeld von zehn
Millionen Euro im Verhältnis 60:40 auf die beiden Wettbewerbslinien für Univer-
sitäten und Fachhochschulen aufteilt und die maximale Preissumme pro Hoch-
schule eine Million Euro nicht übersteigt. Die tatsächlich bewilligten Preisgelder
folgen den von den Siegerhochschulen beantragten Summen. Die Hälfte des
Preisgeldes wird vom Stifterverband bereitgestellt, die andere Hälfte bringt das
Bundesland auf, in dem die erfolgreiche Hochschule ihren Sitz hat.
Infografik
Abschlusskonferenz: Wie gute Lehre gelingen kannDie Tagung am 25./26. Oktober 2012 hat eine Bilanz des Wettbewerbs exzellente Lehre gezogen und der (Hochschul-) Öffentlichkeit die neu entwickelte "Charta guter Lehre" vorgestellt.Info & Fotos |
